Fremo N-RE in Hanau 2011




Vom 02. bis zum 06. Juni 2011 trafen sich die Freunde der Spur N wieder einmal in Hanau Groß-Auheim. Hier der Bericht von Michael Gruß:



Ideal: Blaue Augen



O.k., die Pfauenaugen der Silberlinge wurden nicht blau angelegt, aber zumindest die Längsträger. So passt dieser Titel aus der Neuen Deutschen Welle der frühen 80er zu Zeit und Thema dieses Treffens. Nach einem ersten zaghaften Probelauf im vergangenen Jahr war nun volles Programm angesagt.

Wie eigentlich immer im Fremo fallen bei einem neuen Thema auf einmal doch einige Mengen an Rollmaterial, von dem bisher außer dem Eigentümer niemand wusste, aus den Schränken. So waren die Befürchtungen, dass es knapp würde, unbegründet. Da waren doch noch deutliche Reserven. Hier macht sich auch positiv bemerkbar, dass wir traditionell viele Binnenfrachten fahren und mit einer Ladung gleich zwei Betriebsstellen glücklich machen können.

Aufgrund der von den Treffenplanern nicht zu verantwortenden kurzen Planungszeit und den hohen Mengen bei einzelnen Einstellern war leider nicht sicherzustellen, dass alle Wagen Widerstände für die Gleisbesetztmeldung in Karlsruhe-Durlach haben. So wurde der größte Teil des Montanverkehrs (immerhin 52 Fals im Plan für den Kohle-Koks-Umlauf sowie weitere für Erz- und Kalkzug) um Durlach herumgeführt. Lediglich der imposante Brammenzug mit 15 Samms 710 wurde durch Durlach geführt. Dafür gleich vier Mal; in jeder Richtung einmal beladen und einmal unbeladen.

Durlach wurde auch sonst gut aus-, aber nicht überlastet. Da im Gegensatz zu den meisten anderen Treffen diesmal relativ viele Bahnsteigkanten da waren, hat es sich auch gelohnt, etwas mehr Personenverkehr zu fahren. Der Nahverkehr wurde klassisch mit Silberlingen, teilw. mit Steuerwagen, und Umbau-Vierachsern in häufig wechselnden Zusammensetzungen gefahren. Auf den Nebenbahnen mit kurzen Bahnsteigen in Tettnang und an der Zeche verkehrten zwei ozeanblau-beige Mitteleinstiegswagen bzw. 515/815 gemischt in rot und ozeanblau-beige. Vorbildgerecht wurde der Autozug in Durlach gestärkt und geschwächt. Und als weitere Premiere bzw. Experiment verkehrten durch diesen zur Ausrüstung mit Oberleitung vorgesehenen Bahnhof auch E-Loks: vor dem Franzosenzug die Zweifrequenzlok 181.2, eine E 10.1. Orientiert am Vorbild wurde auch die Übergabe zum Bosch-Anschluß mit E-Lok gefahren: in unserem Fall mit dem Eisenschwein 193, szt. unweit in Kornwestheim stationiert.

Aus Braunschweig kamen Andreas Pierick mit Gliesmarode und dem auf zweigleisige Einfahrt umgerüsteten Schattenbahnhof Nordkurve sowie Markus Vocht mit dem Abzweigbahnhof Vienenburg. Durch diesen gewinnt unser wachsender zweigleisiger Streckenteil deutlich an Flexibilität: Insbesondere kann dann auch die Zugfolge geändert werden. Wenngleich sich mancher Fahrdienstleiter nicht traute, alle drei Durchfahrgleise gleichzeitig zu belegen.

Für die komplette Nord-Süd-Ausdehnung Deutschlands sorgten diesmal Jens Schmidt und Klaus Rilling. Sein Tettnang wurde durch die Mühle erweitert und wurde diesmal richtig heftig bespielt. Selbst aus der Nähe Dresdens kam ein Neumitspieler, zwei Tagesgäste aus Ingolstadt.

Echte Probleme gab es keine. Personalmangel hatten wir mal ganz kurz zwischen drin. So blieb Zeit für Gespräche und einen spontanen XPLN-workshop. Ein neuer Gast konnte aufgrund Vorkenntnissen Durlach übernehmen, so dass dort die Personaldecke entspannt wird, und wird, soweit mit Entfernung machbar, wieder teilnehmen. Von den drei weiteren Neumitspielern wird einer gleich zwei Module bauen, ein weiterer Rollmaterial stellen. So verlief das Treffen trotz langer Aufbauzeit durchweg harmonisch. Jörg Hafermanns spontane Idee, Freitag und Samstag mittag Würstchen zu grillen, hat Abwechslung im Buffet von „Feinkost Albrecht“ gebracht.



Schlussendlich haben alle Spaß am Thema gehabt, so dass dieses nicht nur zur stärkeren zeitlichen Kompatibilität mit Tschechen und Dänen wieder gespielt wird. Dazu passend können dann auch die latenten DR-Affinitäten ausgelebt werden.

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© 2011 Text: M. Gruß

© 2011 Photos: C. Martens



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