Fremo N-RE in Hanau 2010

Hanau-Groß-Auheim 13.-16.05.2010


Die guten alten 80er


Because of some czech participants at our Hanau meeting, N-RE players near Frankfurt decided to use rolling stock of the early 1980s for their first time. These fitted better than the normally used modern or the mid 60s. Layout and time-table of latest Nied-meeting could be used; czech modules and trains were added.


Seit 2003 haben sich die N-RE-Aktiven von dem traditionellen Mitte 60er Jahre-Thema gelöst und erfolgreich die moderne Bahn realistisch dargestellt. Daneben frönen wir im AK 1919, allerdings bisher meist außerhalb von Fremo-Veranstaltungen und auf privater Basis, der ganz alten Zeit. Nun haben wir begonnen, ein weiteres neues Thema aufzuarbeiten: Die frühen 1980er.

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Schattenbahnhöfe bei der Vorbereitung I

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Schattenbahnhöfe bei der Vorbereitung II

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„Feintuning“ am Walzwerkmodul


Deutsche Bahn


Warum und wie ? Bei unseren Besuchen in Tschechien waren die Arrangements mit dort vorhandenem Rollmaterial ausreichend bestückt. Dort werden die 1970/80er nachgestellt. Einen Kompromiss wie in Naumburg zu 20 Jahre N wollten wir angesichts mehrerer Teilnehmer und etlichen Modulmetern inklusive der höchst liebevoll gestalteten Betriebsstelle Zleby nicht eingehen. 1967er Rollmaterial ist deutlich zu alt. AK füNf mit um 2000 deutlich zu modern. Den tschechischen Ast einfach „germanisieren“ wollten wir nicht, zumal gerade bei den Loks und Triebwagen einige sehr ansprechende Kleinstserienmodelle damit unsichtbar blieben. Das war die Gelegenheit für das coming-out der latenten 80er. Erste Vorbehalte des Treffenplaners konnten mit ein bißchen FreDL-Recherche schnell entkräftet werden. Rund 100 Samms 710 sollten ausreichen, um die Stahlprodukte des SWS abfahren zu können. 194 E, rd. 50 K, knapp 80 R, über 100 Z, ausreichend Fc und F-z für Schotter Schütt und Koks-Grus sollten die üblichen Frachten abdecken können. Engpaßkapazität war erstaunlicherweise der Fal. Die einen zu modern (cargorot), die anderen bereits in den frühen 70ern ausgemustert oder sowieso Splittergattung. Es passierte, was immer passiert: unbekannte Bestände kommen zum Vorschein, gezielte Beschaffungen werden getätigt. So hat Jan seine Flotte an E-Wagen, die für den Kokstransport zur Maxhütte, die keine zur Entladung aus Fal geeigneten Tiefbunker besass, ab 1980 aufgebordet wurden, flott gemacht. So haben wir vorbildgerecht und abweichend zu dem AK füNf-Fahrplan in Nied eine Koksladung in diesen aufgebordeten E-Wagen gefahren.


Ach ja, Nied. Kurz vor Meldeschluss musste Olaf aus geschäftlichen Gründen absagen, dafür konnte Heijo doch zusagen. Und siehe da. Wir hatten bis auf das BW-Depot und den Schüttguthafen alle Betriebsstellen und nahezu alle Streckenmodule wie in Nied zusammen. Aus verschiedenen, von uns nicht zu vertretenden Gründen, war die Vorbereitungszeit äußerst knapp. Da haben wir den ewigen Fremo-Traum, ein Arrangement ein zweites Mal mit bewährtem Fahrplan zu fahren, gerne gelebt. Selbstverständlich wurden Zuggattungen und -nummern an die 80er angepasst. Die Änderungen im „schwarzen Umlauf“ aufgrund teilw. Umstellung der Wagengattung und der daraus resultierenden abweichenden Umläufe wurden eingearbeitet, beschränkten sich aber glücklicherweise auf eine abweichende Strecke für die letzten 3 Meter !

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„Dienstbesprechung“ am Samstag

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Überblick über das Stahlwerk Schirling

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Hochsaison im Sägewerk Maleis

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Premiere für das Stahlbecken

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Der Lokschuppen im WesthafeN

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Überblick über halb Tschechien

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Heijo in der Zeche

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Ein typischer Bahnübergang in der Epoche IV

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Gespräche bei der Nahrungsaufnahme


Tschechien


Die Integration der Tschechen und Tettnang erfolgte über Hauketal, das dank seines Gleisplanes und Lokschuppens den Lokwechsel, quasi als Schirnding, darstellen konnte. Der Schattenbahnhof Pecka wurde als Spitzkehre genutzt. Über den wunderschönen kleinen Spitzkehrenbahnhof Zleby wurde Tettnang als Endbahnhof erreicht.


Zeitgerecht wurde der DB-Verkehr von 211/212 im Personen- und Übergabeverkehr, 216/218 und 220/221 im mittelschweren und schweren Güterzug sowie D-Zugdienst, der einzelnen 290 für die schweren Stahlwerksübergaben gemacht. Im Berufsverkehr unterstützten 515 und 614. Das alles natürlich in purpurrot und vereinzelt ozeanblau-beige und ausschließlich mit Computernummer und passendem altem Keks. In Verbindung mit dem eingesetzten Wagenmaterial ergab sich ein absolut stimmiges Bild des Verkhers in den frühen 80ern. Nach der üblichen Anlaufzeit im 1./2. Fahrplan kamen die Frachten ans Laufen. Die Dgs waren gut bis voll ausgelastet. Zeitweise wurde sogar ein Entlastungszug auf der Sondertrasse (statt Showzug) gefahren. Selbstverständlich wurde der Erzzug, gebildet aus den sechsachsigen Faals 150, vorne und hinten mit jeweiligem Adapterwagen, ab 1982 als Bauart Us 999 entstanden, von AK auf Schraubenkupplung gefahren.


Für das D-Zug-Paar 250/251 Paris – Prag – Paris war die Reihung des Vorbildes recherchiert und in den Zugbildungsunterlagen aufgeführt. Die entsprechenden Wagen standen zur Verfügung. Leider fuhr der Zug immer in abweichender Zusammenstellung. Schön ist Anfang der 80er auch, Postwagen einsetzen und umrangieren zu können. War zunächst nur ein mrz für den 250/251 in der Grundaufstellung und die Frage „wer hat denn sowas“ (wenn Olaf nicht teilnimmt), so kamen zu Treffenbeginn doch schon 4 Postwagen zusammen. Für diese wurden entsprechende Umläufe mit laminierten Umlaufkarten vorbereitet. Während des Treffens kamen nochmal so viele zum Vorschein. Ein Spielelement, was genauso ausbaufähig und rangierspassbringend erscheint wie die Stückgutwagen. Nach den Erfahrungen in Hanau müssen wir uns aber offensichtlich erst wieder daran gewöhnen, solche Sachen anzufordern und Reihungspläne/Umläufe zu beachten. Umläufe beachten gilt auch für Lokumläufe. Trotz der Skepsis des Planers im Vorfeld konnten alle 13 DB-Umläufe zzgl. Ortsloks durchgehend und auch bei Ausfall einzelner Tfz gestellt werden. Mit mehr Planungshorizont lassen sich da sicherlich Optimierungen erreichen, die sich auch gleich positiv auf die angespannte Personallage durchschlagen. Da mehr Personal zu gewinnen, eher unwahrscheinlich ist, wird’s wohl eher sinnvoll sein, weniger Personal in Betriebsstellen zu binden.

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Fabrikhof mit angetriebenem Gabelstabler in Zleby

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politische Kundgebung in der tschechischen Stadt

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Brücke I

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Brücke II

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Idylle am Fluß

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Natur pur

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einsame Lok am Waldrand

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Unter Wasser gab es auch etwas zu sehen!

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Rangiermanöver in Zleby



England

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Alles in allem hat das Treffen allen Teilnehmern Lust auf mehr in diesem Thema gemacht.



Hanau 1:1

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© 2010 Text: M. Gruß

© 2010 Photos: C.Martens


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